PLASTIK & GESUNDHEIT
Plastik ist Teil unseres Alltags. Doch ein reflektierter Umgang mit dem schönen bunten Material ist mehr als notwendig, denn Plastik kann gesundheitsschädlich sein. Der BUND kämpft schon seit Jahren für eine Zukunft ohne Gift.

Plastik – ein Material mit Risiken und Nebenwirkungen

Die gleichen Schadstoffe, die in Alltagsprodukten aus Plastik zum Einsatz kommen, konnten bei Untersuchungen bereits im menschlichen Körper nachgewiesen werden. Das ist höchst beunruhigend. Spricht doch immer mehr dafür, dass es eine Verbindung zwischen dieser Belastung und zahlreichen Zivilisationskrankheiten gibt.

Besonders weitreichende Auswirkungen haben dabei hormonell wirksame Substanzen. Dazu gehören zum Beispiel Phthalate, die als Weichmacher eingesetzt werden, und Bisphenol A. Sie greifen in das fein ausbalancierte Hormonsystem ein, das alle Stoffwechselvorgänge des Körpers steuert. Eine Vielzahl von Erkrankungen und Störungen wird mit ihnen in Verbindung gebracht: Bei Jungen kann die Belastung mit hormonellen Chemikalien zu Missbildungen der Geschlechtsorgane und Unfruchtbarkeit führen, bei Mädchen können verfrühte Pubertät sowie, im späteren Alter, Brustkrebs die Folge sein. Auch Allergien und Asthma - Krankheiten, die in den vergangenen Jahren verstärkt aufgetreten sind – können im Zusammenhang mit der Belastung durch hormonelle Stoffe stehen.


Das Besondere an diesen Substanzen ist, dass sie schon bei extrem geringen Dosen das Hormonsystem stören können. Deswegen gibt es für sie keine sicheren Grenzwerte. Zudem können sie sich gegenseitigin ihrer Wirkung verstärken. Einzeln betrachtet mögen die Schadstoffe dann keine messbare Wirkung haben – zusammen addieren sie sich zu einem gefährlichen Chemikaliencocktail. Föten im Mutterleib und Kleinkinder sind besonders gefährdet, da sie sich noch in der Entwicklung befinden und Störungen des Hormonsystems besonders weitreichende Folgen haben können – bis hin zu Organschädigungen. Die neue BUND-Broschüre „Gefährliche Lieblinge – Hormoncocktail in Plüsch und Plastik macht Kinder krank“ Link informiert ausführlich über die Schadstoffbelastung in Kinderprodukten.

Wie viel Chemie kaufen wir euch ab?

Der BUND kämpft für eine Zukunft ohne gefährliche Stoffe in Alltagsprodukten. Dabei konnte ein wichtiger Teilerfolg errungen werden: Seit Kurzem gibt es endlich die Möglichkeit zu erfahren, in welchen Produkten sich gefährliche Stoffe befinden. Alles, was Sie dazu tun müssen, ist eine kurze Nachricht an den Verkäufer oder Hersteller des Produkts zu schicken. Gibt Ihnen die Firma keine korrekte Antwort, verstößt Sie damit gegen geltendes Recht und muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen.


Gut, oder? Nun liegt es an Ihnen, von den neuen Möglichkeiten Gebrauch zu machen! Auf www.bund.net/plastik erklären wir, wie das neue Auskunftsrecht genau funktioniert und bieten einen passenden Musterbrief an, in den sie nur noch den Produktnamen eintragen müssen. Dort können Sie auch unsere kostenlosen Informationsmaterialien und die Aufkleber aus dem Film Plastic Planet bestellen.


Das neue Auskunftsrecht ist ein wichtiger Fortschritt, aber es bleibt noch viel zu tun,
um Mensch und Umwelt besser vor giftigen Chemikalien zu schützen. Helfen Sie uns dabei!


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